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Blinder Hund – Kommandos

von freiluftzombie
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Blinder Hund – nützliche Kommandos, die den Alltag mit einem blinden Hund erleichtern können.

Kommando “Stopp”

Das für uns mit Abstand wichtigste und unverzichtbarste Kommando für einen blinden Hund ist das “Stop” Kommando!
Dieses Kommando sorgt dafür, den Hund in jeder Situation dazu bringen, sofort zu stoppen und anschließend warten zu lassen oder sich langsam vorzutasten.

Der blinde Hund rennt glücklich, freudig und ohne Leine über die Wiese, vielleicht rennt er auch gerade mit seinen Freunden über die Wiese… Jetzt läuft er zielstrebig auf einen Baum, einen großen Stein oder ein anderes Hindernis zu… In dieser Situation muss der Hund mit einem Kommando sofort zum stoppen gebracht werden können, sodass es zu keinen Verletzungen kommen kann.

Wir haben 6 Jahre lang mit unserer blinden Hündin “Mausi” zusammen gelebt und dies war mit Abstand das wichtigste Kommando, welches von Anfang bis Ende in Gebrauch war.

Kommando “Hund”

Ein weiteres, sehr nützliches Kommando ist das Kommando Hund“.
Dieses Kommando soll den blinden Hund auf den Kontakt mit einem (fremden) Hund vorbereiten.

Vorab – Wilder Hundekontakt ist, ob bei sehenden oder blinden Hunden, ein absolutes No Go und sollte nicht unterstützt werden. Jedoch kann es zu der Situation kommen, oder man trifft einen bekannten Hund…

Das Kommando “Hund” soll den blinden Hund auf den Kontakt mit einem Hund vorbereiten, da er diese natürlich nicht auf sich zulaufen oder gar rennen sieht.

Nach diesem Kommando kann ein blinder Hund seine Körperhaltung einer Hundebegegnung anpassen oder beispielsweise sein Spielzeug in den Mund nehmen und “in Sicherheit” bringen.

Mausi hat ihre Körperhaltung immer sehr faszinierend und sichtbar einer Hundebegegnung angepasst.

Kommando “Treppe”

Dieses Kommando ist vor allem bei kleineren Hunden und unbekannten Treppen nützlich, bzw. es kann das Verletzungsrisiko vermindern .

Ein blinder Hund, welcher sein Gesicht auf Höhe von Treppenstufen hat und nicht ahnend, dass gleich eine Treppe vor ihm ist, läuft, kann sich im schlimmsten Falle böse stoßen und beispielsweise an den Zähnen verletzen.

Das Kommando “Treppe” kann Abhilfe schaffen!

Tipp: Das Klopfen mit dem Fuß auf die Treppenstufe unterstützt den Hund beim Stufen laufen!

Kommando “Kontakt”

Gerade zu Beginn der Blindheit haben Hunde oft und verständlicherweise ein Problem damit, unerwartet berührt zu werden.

Hierbei kann dem Hund ein extra Kommando, wie beispielsweise “Kontakt”, direkt signalisieren, dass er gleich berührt wird.

Achtung: Wenn sich ein Hund erschreckt, kann es durchaus dazu kommen, dass er “zuschnappt”!
Dieses Verhalten hat nichts damit zu tun, dass der Hund böse ist!
Also bitte gerade am Anfang, wenn der Hund unerwartete Berührungen noch nicht “gewohnt” ist, darauf achten, dass der Hund nicht von jedem angefasst wird und die im Haushalt lebenden Kinder dahingegend sensibilisieren.

Blinder Hund – Weitere Kommandos…

Natürlich gibt es noch viele weitere Kommandos, welche situationsbedingt hilfreich sein können.

Kommandos, wie beispielsweise “Sitz“, “Bleib“, “Platz“, die auch bei sehenden Hunden sitzen sollten, sollte natürlich auch ein blinder Hunden beherrschen.
Das Kommando “Bleib” ist beispielsweise beim Warten am Wegesrand, während ein Fahrrad vorbeifährt, enorm wichtig.

Kommandos, wie “Links” und “Rechts”, haben wir im Alltag nicht benötigt, da Mausi gerne hinter uns herumgetrudelt ist. Aber beim gemeinsamen Fahrradfahren waren die Kommandos ein Muss.

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1 Kommentar

Sabrina 21.01.2021 - 13:51

Vielen Dank für diese guten Anregungen. So kann ich meinen Hund gut auf seine bevorstehende Erblindung vorbereiten.

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